SHOP – Jewellery I Earrings

Human beings have produced and used jewellery as a form of adornment since prehistoric times. Whereas bones, shells and stones had already been used for millenia, it took some time to figure out where to find and how to produce and work metals. This discovery marks an important stage in the development of jewellery as a form of art.

During the past year, while working on the book “Living in Antiquity”, the invention, production and usage of metals took a large proportion of the time required for writing the text but also for illustrating certain objects made of metals – copper and bronze objects in particular. Bronze being an alloy made of copper and tin.

This, and quite some Ladies asking me to design my own jewellery line over the years, eventually led to me giving the idea some thought. But being me in this regard would have also meant becoming a silver- or goldsmith. I couldn’t really squeeze this task into my timetable (yet). 😉 However, what I could do for the time being is to find certain necessary ingredients, that have already been produced by capable craftsmen and craftswomen, and to unite them into something new that bears my inprint in my Viennese studio.

The outcome is a mini collection of handcrafted earrings made of raw brass (an alloy of copper and zinc), copper and Bohemian glass beads. If you wish to purchase a pair of those earrings please contact me via art@carolahesse.org

Within Austria your shipping costs will be Euro 6,00.

*************

Seit prähistorischen Zeiten stellen Menschen Schmuck her und nutzen ihn zu Verzierung- und Verschönerungszwecken. Während Knochen, Muscheln und Steine bereits über Jahrtausende hinweg für die Herstellung von Schmuck verwendet wurden, dauerte es einige Zeit, bis sich der Mensch das Wissen um die Metallverarbeitung angeeignet hatte. Diese Entdeckung markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Schmuck als Kunstform.

Während der Arbeit an dem Buch „Wohnen im Altertum“ im vergangenen Jahr, nahm die Herstellung und Verwendung von Metallen einen großen Teil der Zeit in Anspruch, die für das Verfassen des Textes, aber auch für die Illustration bestimmter Gegenstände aus Metall erforderlich war – vor allem Gegenstände aus Kupfer und Bronze. Wobei Bronze eine Legierung aus Kupfer und Zinn ist.

Dies, und die Bitten einiger Damen im Laufe der Jahre, meine eigene Schmucklinie zu entwerfen, führten schließlich dazu, dass ich über die Idee nachdachte. Zunächst hätte das nach meinem persönlichen Verständnis jedoch bedeutet, mir auch noch das Wissen und die Fertigkeiten des Silber- oder Goldschmiedehandwerks anzueignen. Diese Aufgabe ließ sich derweil nicht wirklich in meinen Stundenplan integrieren. 😉 Was jedoch möglich war, ist, bestimmte notwendige Zutaten, die bereits von fähigen Handwerkern und Handwerkerinnen hergestellt worden sind, zu finden und sie in meinem Wiener Atelier zu etwas Neuem zu vereinen, das meine Handschrift trägt.

Das Ergebnis ist eine Mini-Kollektion handgefertigter Ohrringe aus Roh-Messing (eine Legierung aus Kupfer und Zink), Kupfer und böhmischen Glasperlen. Wenn Sie ein Paar dieser Ohrringe kaufen möchten, kontaktieren Sie mich bitte unter art@carolahesse.org

Innerhalb Österreichs betragen Ihre Versandkosten Euro 6,00.

Messing Creolen 1
Messing Perlen
Böhmische Saturn-Glasperlen

Länge ca. 5 cm

Euro 24,50

Messing Creolen 3
Böhmische, flache Glasperlen
mit Sonnenmotiv

Länge ca. 5 cm

Euro 30,60

Messing Creolen 4
Flacher Messingtropfen
Böhmische, flache Glasperlen
mit fossilem Schneckenmotiv

Länge ca. 6,5 cm

Euro 19,90

Messing Creolen 5
Gehämmerte Messingringe
Flacher Messingtropfen & Messingornamente

Länge ca. 6 cm

Euro 19,80

Messing Creolen 6
Gehämmerte Messingringe
Gehämmerte Messingscheiben
Böhmische, flache Glasperlen
mit Blumenmotiv

Länge ca. 6 cm

Euro 23,80

Messing Creolen 7
Gehämmerte Messingringe
Gehämmerte Messingscheiben
Böhmische Saturn-Glasperlen & Tropfenperlen

Länge ca. 7 cm

Euro 25,30

Messing Creolen 8
Gehämmerte Messingringe
Messingspiralen
Böhmische, flache Glasperlen

Länge ca. 6,5 cm

Euro 23,80

Messing Ovale
Gehämmerte Messingovale
Böhmische, ovale Glasperlen Messingglöckchen &
Messingornamente

Länge ca. 7 cm

Euro 35,10

Messing-Kupfer Hänger
Kupfer Pins gehämmert & gewickelt
Flacher Messingtropfen
Böhmische, flache Glasperlen mit Blütenmotiven
Gehämmerte Messingringe
Messingglöckchen

Länge ca. 9 cm

Euro 35,80

Kupfer Hänger
Kupfer Pins einfach
Böhmische Glasperlen rund & flach mit Libellenmotiv

Länge ca. 5 cm

Euro 22,80

Kupfer & Messing Hänger 1
Messing Halbkreise, Fische & flache Tropfen mit blau-grüner Patina
Flache Kupfer Ornamente

Länge ca. 5 cm

Euro 43,70

Kupfer & Messing Hänger 2
Messing Halbkreise, flache Tropfen & Glöckchen mit blau-grüner Patina
Böhmische Glasperlen in dreieckiger Blütenform & Göttinnen-Figurinen

Länge ca. 6,5 cm

Euro 44,20

Kupfer & Messing Hänger 3
Messing Halbkreise, flache Tropfen & Sterne mit blau-grüner Patina
Böhmische, flache Glasperlen mit Blütenmotiv
Bernsteine

Länge ca. 7 cm

Euro 46,70

Kupfer-Messing Hänger 4
U-förmiger Messingrohling & Messingglöckchen mit blau-grüner Patina
Kupfer Pins gehämmert & gewickelt
Mini-Kupferornamente
Böhmische Glasperlen in Skarabäusform

Länge ca. 6,8 cm

Euro 50,40

Messing Hänger
U-förmiger Messingrohling mit blau-grüner Patina
Böhmische, längsrundliche & tropfenförmige Glasperlen
Böhmische Glasperlen in Skarabäusform

Länge ca. 6 cm

Euro 36,50

Dem Freilichtmuseum Frühmittelalterdorf Unterrabnitz droht die Abrissbirne

Manche von uns fühlen sich von der Vergangenheit magisch angezogen – aus ganz unterschiedlichen Gründen: Für die einen war früher vermeintlich „alles besser“, die anderen leitet ein Interesse daran, zu erfahren, wie die Menschen vor uns tatsächlich gelebt haben. In meiner eigenen Kindheit entwickelte sich eben dieses Interesse zunächst durch den nur visuellen Vergleich von neuer und alter Architektur. Dann rückten langsam die älteren Gebäudebestände im Umkreis des Heimatortes in den Fokus, wie die teils noch mit Reet gedeckten kleineren Bauernhäuser oder ihre mächtigen Geschwister, die Haubarge: eine seit dem 16. Jahrhundert typische Bauernhausform auf der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt.

Es gibt dankenswerter Weise auch heute noch immer ein paar davon. Das beeindruckendste Exemplar von Haubarg (entstanden um 1764), und eines der größten Bauernhäuser der Welt wie es heißt, steht inmitten einer kleinen barocken Gartenanlage in der Marschlandschaft beziehungsweise im doch anderweitig einigermaßen bescheiden dimensionierten Dorf. Zu den Gebäuden des Heimatortes kamen dann aber auch bei Ausflügen und Reisen mit der Familie Museen und Freilichtmuseen dazu. Neben den Haubargen hatten es mir gerade die Freilichtmuseen besonders angetan. Und das haben sie bis heute.

Vor allem im vergangenen Jahr sind sie wieder zum fixen Bestandteil meiner Ausflugsplanung geworden. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass sie mir ungemein wertvolle Dienste bei der Recherche leisten. Seit ein paar Monaten arbeite ich an einem Architektursachbuch für Kinder über das Wohnen im Altertum, das im nächsten Frühjahr als zweiter Band einer Reihe erscheinen wird. Und so fahre ich, wann immer möglich, nicht nur ungemein gern mit den Öffis aus Wien hin zu den unterschiedlichen Destinationen, schaue mir Bauweisen, Materialien, Einrichtungen, Oberflächenbeschaffenheiten oder Lichtsituationen an, sondern lerne auch außerordentlich gerne Neues dazu. Wie man Flint bearbeitet zum Beispiel, oder historische Techniken der Tonbearbeitung. Am Heimweg in der Bahn stelle ich dann zumeist noch einen kurzen Fotobeitrag für die sozialen Medien zusammen, um auch bei anderen Menschen das Interesse an einem Besuch zu regen, denn immerhin eines ist ganz klar: ohne BesucherInnen ist es unmöglich diese Einrichtungen zu erhalten!

Vor diesem Interessenhintergrund kam es, dass mir unlängst vom angehenden Volksschullehrer Florian Heiling der Besuch des Frühmittelalterdorfes Unterrabnitz im Burgenland ans Herz gelegt wurde, das ich bis dato noch nicht besucht hatte. Es liegt am Waldrand in eine Talsenke gebettet entlang des gerade leise und harmlos plätschernden Solibachs. Wir befinden uns in einem Wasserrückhaltebecken, wie kurz darauf klar wird, umringt von Fichten, Linden, Weiden und Erlen.

Für Florian Heiling und seine Kindheit war das Frühmittelalterdorf prägend. Mit der Volksschule machte er Ausflüge dorthin und übernachtete hier später auch im Rahmen von Jugendcamps: „Aktivitäten, wie Feuer machen, Stöcke schnitzen, Bogenschießen und im schlammigen Wasser baden sowie die ehrwürdigen Häuser und die Geschichte der Menschen im Frühmittelalter, aber auch die Erfahrungen in der Natur, haben bei mir einen bleiben Eindruck hinterlassen. Besonders beeindruckend fand ich schon immer die aus Naturmaterialien gebauten Häuser, die mir bei der Erforschung als kleines Kind eine gewisse Überwindung kosteten. Einerseits waren sie heimelig, andererseits aber auch unbekannt und furchteinflößend. Durch die im Inneren herrschende Dunkelheit boten sie einen gewissen ‚thrill‘ und Abenteuer. Die Freiheit, die Möglichkeit zu erkunden, wagen und erleben, über seinen Schatten springen und sich in eine frühmittelalterliche Welt zu versetzten ist für Kinder nur an wenigen Plätzen möglich. Erlebnisse, wie am offenen Feuer zu kochen, Brot zu backen usw. bieten den Kindern unbekannte Erfahrungen, die sie in der technisierten Welt kaum mehr selbst machen können. Meine Beobachtungen und Eindrücke bei diversen Veranstaltungen und Führungen haben mir bewiesen, wie wichtig es für Kinder ist, sich in die Vergangenheit zu versetzen und ‚Urinstinkte‘ spielerisch ausleben zu können. Vor allem Camps in einer für sie vollkommen unbekannten Umgebung wecken die Abenteuerlust in Kindern. Sie bringen immer wieder leuchtende Kinderaugen hervor. Deshalb sind Anlagen, wie das Frühmittelalterdorf in Unterrabnitz, so wichtig in unserer heutigen Zeit. Die diversen Erlebnisse in meiner Kindheit mit dem Frühmittelalterdorf haben mich sicher nachhaltig beeinflusst und sind vielleicht nicht ganz ‚unschuldig‘ an meiner Studienwahl als Volksschullehrer mit Schwerpunkt ‚Lernraum Natur‘.“

Die Idee für die kleine aber feine Anlage, über die ich mir nun auch selbst vor Ort einen Eindruck machen konnte, kam ursprünglich von der Gemeinde. Von Land und EU gefördert, wurde das Dorf ab 2003 in dreijähriger Kooperationsarbeit mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des “Vienna Institute For Archaeological Science“ (VIAS) auf Basis von frühmittelalterlichen Original-Befunden errichtet. Es entstanden überdachte Bereiche mit Brotbackofen und Küche, eine abseits gelegene Schmiedewerkstatt, sowie ein Blockhaus, ein Haus in Pfostenbauweise mit Lehmflechtwänden und zwei weitere in ähnlicher Bauweise, in einer Ausführung als für das Frühmittelalter typische Grubenhäuser: Diese ins Erdreich eingetieften Häuser empfangen einen in der brennenden Sommersonne dankenswerter Weise mit einem wohltuenden Raumklima. Aber auch im Winter haben sie durch die Eintiefung ins Erdreich ihre Vorteile beim Warmhalten.

Die bäuerliche Bevölkerung des Frühmittelalters lebte in einzelnen Gehöften oder kleinen Dörfern, die aus mehreren Höfen bestanden. Die Häuser wurden, neben Lehm, Schilf und Stroh, meist fast vollständig aus Holz gebaut. Das organische Material, wenn es einmal dem Verfall ausgesetzt ist, hinterlässt keine Spuren am Boden, so wie es beispielsweise bei Steinhäusern der Fall ist, kann daher nur mit wissenschaftlichen Methoden im Rahmen von Grabungen nachgewiesen und rekonstruiert werden. Wie also kann man über und von den unterschiedlichen Bauweisen und Handwerkstechniken der Vergangenheit lernen – vor allem in einer Zeit, in der der Abriss alter Bestände zumeist ohne viel Nachdenken der Vorzug gegeben wird?

Freilichtmuseen wie Unterrabnitz setzen nicht nur wichtige Impulse zur Belebung des ländlichen Raumes, sondern sie tragen dazu bei, dass wir uns ein Bild davon verschaffen können, wie das Leben einmal war, wie gebaut wurde, mit welchen Materialien und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben – gerade auch im Vergleich zu heutigen Bauweisen und Baumaterialien! Sie sind Experimentierfeld für die Archäologie und tragen zum Erhalt sowie der Weitergabe von Wissen über die verschiedensten Bau- und Handwerkstechniken bei.

Es ist mir daher ein besonderer Dorn im Auge, dass das mit Hilfe von öffentlichen Geldern errichtete Frühmittelalterdorf Unterrabnitz – mit seinen wissenschaftlich fundierten Nachbauten unseres architektonischen Kulturerbes und damit seinem Bildungsauftrag – derzeit vom Abriss bedroht ist!

Verschiedene Faktoren haben zu dieser brenzlichen Lage beigetragen. Sie dürfen aber in meinen Augen nicht der Grund für einen Abriss sein. Wesentlich ist, dass es der Gemeinde nach Angaben vom amtierenden Bürgermeister an finanziellen Mitteln, Personal, aber vor allem dem „Verein Freilichtmuseum Frühmittelalterdorf Unterrabnitz“ aktuell und ganz akut an einem Obmann bzw. einer Obfrau mangelt, der/die sich der Anlage und allen damit verbundenen Herausforderungen annimmt. Um die jährliche Instandhaltung hatte sich bisher die Dorfbelebungsgruppe “Die Solibacher” vom Verein Frühmittelalterdorf gekümmert, jedoch stehen – gemessen am aktuellen Zustand und dem Alter der Anlage – Sanierungsarbeiten an, die von den Solibachern allein nicht umgesetzt werden können.

Ich bitte daher alle, die ein wie auch immer geartetes Interesse am Erhalt dieses Freilichtmuseums haben, diesen Beitrag mit Gleichgesinnten zu teilen und gerne auch sinnvolle/kompetente Ideen kundzutun, wie der Abriss abgewendet werden und es mit der Anlage wieder bergauf gehen könnte.

Vielen herzlichen Dank,
DIin Carola Hesse

GIFT SETS

Gift Set No. 1

Hand-printed Artwork (Original)
Miniature Picture Book
Greeting Card

Set of 3
Euro 30,00

Gift Set No. 2

Hand-printed Artwork (Original)
Miniature Picture Book
2 Greeting Cards

Set of 4
Euro 34,00