
Im Buchhandel erhältlich ab 10. März 2025:
WOHNEN IM ALTERTUM
Ein Buch mit Gisa, der Architekturgans (Band 2)
ab 10 Jahren
von Carola Hesse (Text und Illustrationen)
92 Seiten, gebundene Ausgabe
Format: 25 x 20 cm
ISBN 978-3-903326-20-0
EUR 24,90
Weitere Infos und Vorbestellungen per Mail beim WortWeit Verlag.
Wohnen im Altertum – Ein Buch mit Gisa, der Architekturgans
Bei einem Architektur-für-Kinder-Aquarellworkshop zum Thema Streckhöfe antwortete ein Schüler einer Gymnasialklasse unlängst auf die Frage „Wie baut man ein Haus?“ mit: „Mit dem 3-D Drucker.“
Im Hinblick auf die zeitlichen Dimensionen der Erdzeitalter sind die Ur- und Frühgeschichte vom gegenwärtigen Jahr 2024 nur einen Steinwurf entfernt. Und doch ist uns die Vorstellung, ohne Elektrizität und Maschinen, ohne Nahrungsmittel aus dem Supermarkt, ohne Baumaterialien für den Haus- oder Wohnungsausbau aus dem Baumarkt oder auch nur ohne alltägliche Geräte aus Edelstahl und Plastik zu überleben, (fast) schon unmöglich geworden. Für Generationen von Menschen vor uns war dies alles über Jahrtausende hinweg gang und gäbe. Ein Leben für unsere Kinder ohne Handy, Computer, Fernseher oder Spielkonsole ist mittlerweile nahezu undenkbar. Welche Auswirkungen hat dies auf ihr praktisches Wissen, auf ihre praktischen Fähigkeiten?
Für die Menschen der Ur- und Frühgeschichte gab es neben den Herausforderungen des täglichen Lebens auch viele andere, das Leben bzw. Überleben erschwerende Faktoren, wie der Übergang der Kaltzeit hin zur Warmzeit, der u.a. den Verlust ganzer Landmassen durch das Ansteigen des Meeresspiegels zur Folge hatte, während sich andernorts eine Wüste weiterentwickelte – heute die größte der Erde.
Im Hinblick auf all die Herausforderungen, mit denen wir es gegenwärtig zu tun haben und gewiss weiterhin zu tun haben werden, sind dies keine antiquierten Themen – im Gegenteil. Wie also kann man Kindern und Jugendlichen einen Überblick darüber geben, was es bedeutet hat, in der Ur- und Frühgeschichte zu leben und auch zu wohnen? Und wie kann man ihnen gleichzeitig eine Idee davon vermitteln, wie die Menschen dieser Vergangenheit mit manchen Herausforderungen umgegangen sind oder wie diese sich in weiterer Folge ausgewirkt haben? So entstand die Idee zu der Reihe „Architektur für Kinder“, die Leserinnen und Lesern groß und klein in Texten und zahlreichen Illustrationen auf informative und gleichzeitig anschauliche Weise dieses Wissen vermitteln soll. Ergänzend bietet hierzu der wortweit-Verlag in Kooperation mit Architektur Raumburgenland Workshops für Schulklassen an, in denen praktische Erfahrungen vermittelt werden.
„Wohnen im Altertum“, der zweite Band von „Architektur für Kinder“ – mit Gisa der Architekturgans – nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Zeitreise. Die Protagonistin der Reihe ist eine wissbegierige, junge Graugans, die als Zugvogel bei ihren langen Flügen regelmäßig die Welt auch von oben zu sehen bekommt – aus einer anderen Perspektive. Die Zeitreise ins Altertum wird der Architekturexpertin durch das Geschenk einer alten Bekannten ermöglicht – Nofri, der Nilgans. Es handelt sich dabei um einen magischen Gegenstand, der Gisa vom Bodensee ausgehend zurück in die Vergangenheit schickt. So gelangt sie zu den prähistorischen Pfahlbauten der Alpen, ins prähistorische England und von dort in eine vergleichsweise sehr viel weiter entwickelte Kultur im Alten Ägypten.
Auf ihren Stationen erfährt sie u.a., welche Möbel, Häuser und Monumente die Menschen während der unterschiedlichen Perioden – von der Steinzeit bis zur Eisenzeit – an den verschiedenen Orten bauten, was sie aßen, welche Materialien, Werkzeuge und anderen Alltagsgegenstände sie zur Verfügung hatten und welche technischen sowie handwerklichen Fähigkeiten sie entwickelten. Sie begreift ebenso, welche Auswirkungen die Verwendung von Metallen auf die Menschen hatte und welche Bedeutung die Landschaft für diese Menschen gehabt haben mag, wie sie ihre Verstorbenen bestatteten und woher wir heutigen Menschen all diese Dinge wissen. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen sowohl mit dem Themenfeld der Archäologie und den wissenschaftlichen Methoden, die dabei eingesetzt werden, vertraut gemacht, als auch mit der Institution Freilichtmuseum sowie dem Schutzinstrument UNESCO Welterbestätte.
Dieser Band wird seine Fortsetzung in einem geplanten dritten Band der Architekturreihe über die Antike finden.
Carola Hesse, November 2024
